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Restauration der Kapelle

Nach den Arbeiten an der Ostterrasse ist nun die Schlosskapelle an der Reihe, restauriert zu werden. Auf Anregung des Vereins Les Amis du château de Fontaine-Henry (Freunde des Schlosses Fontaine-Henry) wurden Arbeiten zur Rettung der von Feuchtigkeit angegriffenen Kapelle eingeleitet.

Ein unbekannter Schatz

Die Kapelle von Val Busnel befindet sich im Herzen des Parks des Schlosses Fontaine-Henry. Die Kapelle des Schlosses Fontaine-Henry wurde von der mächtigen Familie de Tilly errichtet und ist eine der größten unter den privaten Schlössern in Frankreich.

Sie bietet Platz für bis zu 130 Personen und verfügt über 42 in Stein gehauene Chorgestühle, die in Frankreich einzigartig sind und wahrscheinlich für die Ritter eines gemischten Ordens (vielleicht des Ordens von Saint-Lazare) bestimmt waren.

Sein Boden besteht aus Steinplatten, die mit Metall verfugt sind. Dabei handelt es sich möglicherweise um eine Technik, die während des Hundertjährigen Krieges nach dem Vorbild von Artilleriegeschützen entwickelt wurde.

Ein Schatz in Gefahr

Leider drohte die Kapelle einzustürzen, da ihre Mauerfüße brüchig geworden waren und von Feuchtigkeit zerfressen wurden.

Im Zuge der Nachkriegsrestaurierung in den 1950er Jahren wurden die Fugen der Sockel mit grauem Zement neu verfugt. Obwohl dieses Material stark und effizient war, erwies es sich für die Kapelle als Katastrophe, da es die Belüftung verhinderte und die Feuchtigkeit in den Steinen der Mauern einschloss. Einige Steine waren so stark mit Wasser durchtränkt, dass sie wie Zucker in einer Kaffeetasse zu "schmelzen" drohten.

Die Werke

Die Arbeiten konnten im Mai 2020 beginnen, nach einer gewissen Verzögerung aufgrund neuer Sondierungen und Studien, die von der DRAC gefordert wurden.

Die grauen Zementfugen an den Sockeln, Strebepfeilern und im Inneren der Kapelle wurden entfernt. Die Mauern begannen mit dem Verfugen, diesmal mit einer Mischung aus farbigem Kalk und feinem Sand. Diese natürlichen Materialien werden es den Steinen ermöglichen, zu atmen und die Feuchtigkeit durch Verdunstung abzugeben.

Die zu erwartenden Restaurationen

Bei diesen Restaurierungsarbeiten wurden die Wände des Kirchenschiffs und das Gestühl saniert. Diese sind nun außer Gefahr.

Diese wichtigen Restaurierungen reichen jedoch noch nicht aus, um den Fortbestand des Gebäudes aus dem 12. Jahrhundert im Laufe der Zeit zu gewährleisten.

Weitere Sanierungsarbeiten sind notwendig, insbesondere am Chor. Er bewahrt bemalte Verputzarbeiten, die mit Sicherheit aus der Zeit seiner Errichtung stammen. Vor Beginn der Arbeiten sollten die Pigmente und die Maltechnik untersucht werden.